Der Anfang - Wie alles begann ( Teil 1)

Wie ich zur Fotografie gekommen bin

Der Anfang dieser Website und dieses Blogs liegt viel weiter zurück, als das Datum dieses ersten Blogbeitrags vermuten lässt. 2007 habe ich zum Abitur eine Canon EOS 400D geschenkt bekommen, vorher habe ich mich mit der Fotografie nicht so wirklich beschäftigt. Nachdem ich die 400D dann in den Händen hatte und das Handbuch (ja, damals lag das komplette Handbuch gedruck im Karton) durchgearbeitet hatte, hat sich das geändert. Zur Kamera habe ich auch noch ein Buch zur Kamera geschenkt bekommen. Das Buch habe ich einmal durchgearbeitet und dann immer wieder zum Nachschlagen verwendet, dadurch habe ich sehr viel in Bezug auf die Funktionsweise von Kameras allgemein und speziell zur 400D gelernt. Zuerst habe ich (sehr sehr) viele Versuche im Haus und im Garten im Garten gemacht und dabei gelernt.

Tulpen

Dankenswerterweise kosten die einzelnen Fotos mit einer Digitalkamera ja nichts mehr. Natürlich war die Kamera auch bei jedem Spaziergang dabei. Im Internet habe ich das Canon-Forum von Heintz Werner gefunden (leider seit Ende Mai 2018 nicht mehr erreichbar), in welchem ich viel gelesen habe. Ab und zu habe ich auch etwas geschrieben und meine eigenen Fotos zur Diskussion gestellt. Dabei habe ich viele, hauptsächlich hilfreiche, Anmerkungen und Verbeserungsvorschläge bekommen. In dem Forum habe ich dann auch eine Art Online-Kurs mitgemacht, bei dem im wochentakt Aufgaben gestellt wurden, die dann bearbeitet werden mussten. Anschließend wurden die Bilder innerhalb der Teilnehmergruppe diskutiert und Verbesserungsvorschläge innerhalb der Aufgabenstellung gegeben. Leider habe hier aufgrund von Zeitproblemen aufhören müssen, da ich es nicht geschafft habe, die Aufgaben innerhalb der Woche zu bearbeiten. Aber ich habe da wieder mal festgestellt, dass mir leichter Druck durch Deadlines hilft, wirklich am Ball zu bleiben.

Gänseblümchen in Wiese

Der Beginn der Aufrüstung

Sehr schnell war das Kitobjektiv (in meinen Augen) nicht mehr ausreichend und es musste etwas neues her. Aufgrund des Bildstabilisators und des Brennweitenbereiches habe ich mich dann für das Canon EF-S 17-85mm IS USM entschieden und diese bei Achatzi gekauft. Auf den Onlineshop von Achatzi bin ich über das genannte Forum gekommen, da er dort Sponsor war und allgemein sehr gute und faire Preise macht. Mein erstes selbst gekauftes Objektiv - ich war ganz schön stolz und die Kamera sah mit den größeren Objektiv auch nach sehr viel mehr aus. Gebraucht habe ich dann noch ein Canon EF 90-300mm USM und ein günstiges (eigentlich billiges), etwas klappriges Wallimex Stativ gekauft. Mit der Ausrüstung habe ich es eine ganze Weile ausgehalten, ohne etwas neues zu kaufen. Irgendwann habe ich im Forum dann noch ein sehr stabiles, nicht mehr ganz so günstiges und ziemlich schweres Stativ mit Drei-Wege-Neiger gekauft. Mit dem Stativ bin ich sehr zufrieden und nutze es noch immer. Dazu fehlte noch eine Tasche oder ein Rucksack, um die ganzen Fotosachen auch noch halbwegs geschützt transportieren zu können. Ich habe mich damals für einen Lowepro Slingshot 200AW entschieden, in der Annahme oder Hoffnung, dass diese Konstruktion ein guter Kompromiss aus einer Umhängetasche und einem Rucksack ist. Der Slingshot ist in Ordnung, aber die absolute Begeisterung hat sich nicht eingestellt. Die Rucksackkonstruktion mit einem diagonalen Schultergurt rutscht immer wieder zur Seite und belastet recht einseitig. Zudem bietet er quasi keinen Platz für "Nicht-Foto-Ausrüstung" (Daypack).

Den Überblick über die Bilder behalten - Fotoverwaltung und Raw-Entwicklung

Wie wahrscheinlich die meisten Anfänger habe ich ganz zu Beginn in JPG fotografiert, nach dem Studium der Bedienungsanleitung und einiger Diskussionen im Canon-Forum dann aber auf das RAW-Format umgesattelt. Ich bin immer ein Fan davon, die alle verfügbaren Daten zu erfassen und erst wenn es notwendig wird, zu reduzieren. Es mag nicht notwendig sein, aber ich fühle mich damit deutlich besser, deshalb mache ich es so. Damit stellte sich dann auch die Frage, welche Software soll zum Einsatz kommen. Ich bin seit 2007 nicht nur Besitzer der 400D sondern auch (noch immer) begeisterter Mac-Nutzer. Nach einigem Hin und Her bin ich dann bei Adobe Lightroom gelandet, damals noch bei Version 1 - quasi ein Lightroomnutzer der ersten Stunde. Das Konzept der Bildverwaltung (DAM - Digital Asset Management) und -Entwicklung in einer Software hat mir sehr zugesagt (und tut es noch immer). Allerdings habe ich (mangels Zeit und Willen) das Konzept von Lightroom nicht vollständig verstanden und durchdrungen, so dass ich die Software sehr lange nicht mal im Ansatz optimal genutzt habe. Daraus folgt, dass ich den Katalog mehrfach neu erstellt habe, viel hin und her kopiert habe und immer wieder Daten, also Bilder, verloren habe. Deshalb habe ich aus meiner Anfangszeit quasi keine Bilder mehr, wobei es bei den meisten definitiv auch kein Verlust ist. Bei Lightroom bin ich noch immer geblieben, dank diverser Youtube-Videos, Fotografie-Blogs und Bücher habe ich die Software jetzt auch deutlich besser verstanden und seit 2014 kein einziges Foto mehr (unabsichtlich) verloren. Ich versuche auch das Potential, das sich mir mit Lightroom ergibt immer besser zu nutzen, um meine Fotos besser zu entwickeln und Zeit zu sparen.

Motive - Was soll/will ich fotografieren?

Kurz nachdem ich meine erste DLSR geschenkt bekommen habe, habe ich sehr viel ausprobiert. Ich habe im Garten Blumen fotografiert und versucht die Thematik der Schärfentiefe und den Zusammenhang mit der Blende zu verstehen. Bei schlechtem Wetter habe ich die Versuche drinnen durchgeführt und war dann immer wieder ziemlich schnell enttäuscht, dass die Belichtungszeiten bei normaler Beleuchtung sehr lang wurden. Mit dem internen Blitz der Kamera habe ich nur zwei oder drei Mal Versuche durchgeführt und das Thema dann (für sehr lange Zeit) auf später verschoben. Seit den ersten Versuchen habe ich mich auf Landschaft und Städte konzentriert und Personen nur fotografiert, wenn meine Eltern darum gebeten haben, dass doch im Urlaub auch Fotos der Familie gemacht werden müssen. Ansonsten habe ich die Fotografie von Personen gemieden, wo es nur ging. Ein ganz großer Part in meinem Leben ist schon immer das Wasser gewesen, da ich direkt an der Ostsee aufgewachsen bin. Daher ist die Kamera natürlich auch immer beim Segeln dabei.

Sonnenuntergang auf der Ostsee